Herzlich willkommen
auf 1keeper.de - Die Homepage der Nummer Eins!

Der Keeper

Der Keeper, der defensivste Spieler seiner Mannschaft, ist der einzige Fußballspieler, der den Ball in dem für ihn gekennzeichneten Bereich (Strafraum) mit der Hand berühren darf, sofern dieser nicht bewusst von seinem Mitspieler zu ihm gespielt wurde. Hat der Keeper den Ball einmal sicher in der Hand, muss er ihn zwischen acht bis zwölf Sekunden wieder freigeben, das heißt, dass er den Ball nicht länger mit der Hand berühren darf. Trennt er sich nicht innerhalb dieses Zeitraumes von dem Ball, muss der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß gegen den Torwart und dessen Mannschaft entscheiden. Der indirekte Freistoß wird dort ausgeführt, wo der Torhüter bei der Zeitüberschreitung stand.

Gibt es einen Strafstoß, darf der Torwart sich nur auf der Torlinie bewegen. Hält der Torhüter den Ball zu weit vor der Torlinie, kann der Schiedsrichter den Elfmeter wiederholen lassen.

Der Tormann genießt auch noch eine andere Sonderbehandlung: Er darf als einziger Spieler einer Mannschaft auf dem Spielfeld behandelt werden, ohne dass er den Platz verlassen muss.

Optisch muss sich der Schlussmann auch  von allen anderen Spielern und Schiedsrichtern unterscheiden. Je nach Untergrund und Witterung darf er auch mit einer langen - meist gepolsterten - Hose spielen.

Geschichte und Außergewöhnliches

Bis in die 1870er Jahre war es üblich, dass der erschöpfteste Spieler ins Tor ging. Diese Methode wird auch heute noch bei Freizeitspielen angewendet. Meist werden beide Mannschaften mit dem kurzen Hinweis „TW an mich“ darauf hingewiesen, dass der Torwart gewechselt wurde.

Auch im Profifußball dürfen Feldspieler als Torwart antreten, dies muss allerdings vorher bei dem Schiedsrichter angemeldet werden. Dies geschieht allerdings meist nur, wenn eine Mannschaft ihr Wechselkontingent ausgeschöpft hat und der eigentliche Keeper sich verletzt hat, oder zwecks einer roten Karte des Platzes verwiesen wurde. In diesem Fall darf nur ein Spieler in das Tor, der bereits an dem spiel als aktiver Spieler teilnimmt.

Früher war es auch üblich, dass der Keeper die Rückennummer 1 auf seinem Trikot trug. Doch in der heutigen Zeit steht es dem Torwart frei, welche Rückennummer er trägt. Im sehr gut bezahlten Profifußball hat jeder Spieler seiner Lizenzmannschaft eine feste Rückennummer und auch in der Regel mindestens drei Torhüter im Kader.

Im Vergleich zu anderen Spielern wird der Torwart nur selten ausgewechselt.

Gab es einen Keeper, der sich oft Fehler erlaubte, oder hohe Flanken falsch einschätzte und daran vorbeisprang, wurde dieser gerne als der sogenannte „Fliegenfänger“ bezeichnet.

Einige Torhüter der Geschichte gingen noch einen Schritt weiter und verließen auch oftmals den für sie vorgesehenen Sechzehner um sich nicht nur auf das reine verhindern eines Tores zu konzentrieren. Petar Radenković, einst für den TSV 1860 München aktiv, war bekannt dafür seinen Strafraum zu verlassen. Der deutsche Torhüter Hans-Jörg Butt jubelte insgesamt 26-mal als Elfmetertorschütze für den Hamburger SV (19) und Bayer 04 Leverkusen (7). José Luis Chilavert (29 Tore Verein/8 Tore Nationalmannschaft) aus Paraguay und Rogério Ceni (65/0) aus Brasilien traten regelmäßig als Freistoßschützen ihrer Teams an.

In dem WM-Testspiel am 30. Mai 2006, Polen gegen Kolumbien erzielte der kolumbianische Torhüter Neco Martínez einen Treffer aus 90 Metern per Abschlag. Ein weiterer Kolumbianer machte bereits am 6. September 1995 im Wembley-Stadion beim Freundschaftsspiel England gegen Kolumbien auf sich aufmerksam. René Higuita parierte einen Fernschuss nicht gewohnt mit den Händen, sondern er ließ sich nach vorne fallen und klärte den Ball auf der Torlinie kopfüber mit beiden Hacken. Der „Skorpion-Kick“ wurde geboren. Auch Higuita erzielte in seiner Laufbahn als Torhüter in Ligaspielen 25 Tore und in der Nationalmannschaft konnte er drei Mal jubeln.

        

Es gibt auch Torhüter, die es geschafft haben aus dem Spiel heraus einen Treffer zu erzielen. Üblich ist es bei einem knappen Spielstand kurz vor Spielende den Torwart der zurückliegenden Mannschaft mit nach vorne in den Sturm zu beordern um einen Angreifer mehr im gegnerischen Strafraum zu positionieren. So gelang es in der Bundesliga Jens Lehmann, Frank Rost, Marwin Hitz (alle Bundesliga) und Philipp Tschauner (2. Bundesliga) auf diese Weise einen Treffer zu erzielen.